Zum „Rekordhaushalt“ des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur kommentiert

+++ Pressemitteilung | Blaue Partei #TeamPetry +++

MdL Dr. Kirsten Muster, medienpolitische Sprecherin der Blauen Partei:

„Ohne Frage: Sachsen ist ein Kulturland. Der Freistaat leistet sich gleich nach Hamburg die höchsten Pro-Kopf-Ausgaben für Kunst und Kultur. Die Kultur hat also einen hohen Stellenwert – zumindest in den urbanen Zentren. Diese räumliche Konzentrierung ist aber so in Artikel 1 der Sächsischen Verfassung nicht geregelt. Deshalb ist es löblich, dass auch die Beschäftigten an den kommunalen Theatern und Orchestern endlich eine bessere Bezahlung erhalten. Hierfür wurden sieben Millionen Euro pro Jahr eingestellt – eine längst überfällige Entscheidung. Den Missstand hatte die Opposition übrigens schon jahrelang kritisiert.

Mich freut, dass die Koalition noch weitere Mittel für die Musikschulen, denen doch eine ganz besonders wichtige Aufgabe bei der musikalischen Bildung zukommt, eingestellt hat. Mir ist es ein ganz besonderes Anliegen, dass die Musikschulen finanziell ausreichend ausgestattet sind, damit sie auch in abgelegenen Regionen gutes Personal finden und halten können. Am besten wäre es, wenn die Musikschulen ihr Personal sogar fest anstellen könnten. Denn derzeit konkurrieren auch die staatlichen und privaten Schulen im Freistaat um gute Musiklehrer. Da müssen die Musikschulen ihren Lehrern auch etwas bieten können. Ein schwieriges Unterfangen, wenn erkennbar ist, dass Musiklehrer zum Großteil noch immer nur Werkverträge bekommen und kein Extra-Fahrtgeld für Stunden im ländlichen Raum.

Ärgerlich bleibt, dass die Koalition Mittel für die Bewerbung der Städte Dresden, Chemnitz und Zittau zur Kulturhauptstadt Europas ohne Sinn und Verstand ausgibt. Es sollte allen Verantwortlichen klar sein, dass nur eine Stadt die Chance auf den Titel hat.“