Tod von Rolf Hoppe – die Welt verliert einen großen Sachsen

Dresden, 16.11.2018

+++ Pressemitteilung +++

Zum Tod von Rolf Hoppe, der mit 87 Jahren am 14. November verstarb, kommentiert Dr. Kirsten Muster, Landtagsabgeordnete der Blauen Partei, kulturpolitische Sprecherin:

„Rolf Hoppe hat die Film- und Theaterwelt nachhaltig geprägt. Der internationale Durchbruch gelang ihm mit seiner Rolle in ‚Mephisto‘, der 1982 den Oscar als bester ausländischer Film erhielt. Unvergessen vor allem sein Wirken in ‚Drei Haselnüsse für Aschenbrödel‘; dieser Film wurde zum Klassiker. Rolf Hoppe gab vielen klassischen und komischen Figuren der Weltliteratur ein Gesicht. Trotz des Erfolges blieb Hoppe seiner sächsischen Heimat und den unscheinbareren Rollen stets treu verbunden. In Dresden eröffnete er 1995 sein privates Hoftheater; in einem Interview kurz vor seinem 85. Geburtstag sprach er davon, dass er am meisten an den kleinen Auftritten hänge.

Sein Tod macht die künstlerische Welt ein großes Stück ärmer. Sie verliert einen grandiosen Schauspieler, der sich mit seiner sympathisch bescheidenen Art vielen Menschen ins Herz gespielt hat. Vor vier Jahren habe ich Rolf Hoppe bei einer Geburtstagsfeier persönlich kennenlernen dürfen. In dem langen Gespräch mit ihm kam seine tiefe Menschenfreundlichkeit und philosophische Weltsicht zum Ausdruck. Seine Bescheidenheit und Zurückhaltung hat mich sehr beeindruckt. Rolf Hoppe war sich immer bewusst, woher er kam. Er blieb bodenständig bis zum Schluss und hinterlässt eine große Lücke: Künstlerisch, menschlich, gesellschaftlich.“