Es gilt das gesprochene Wort

Dr Kirsten Muster

Dresden, 05.09.2018

+++ Pressemitteilung +++

„Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat vorgestern erklärt: ‚Nach allem uns vorliegenden Material hat es in Chemnitz keine Hetzjagd gegeben‘. Das war eine wohltuende Entwarnung nach der Hysterie in Presse und Fernsehen, aber auch bei Kanzlerin und einigen Bundesministern. Von Anfang an haben der Chefredakteur der Freien Presse, Torsten Kleditzsch und der Journalist Thomas Baersch deutlich darauf hingewiesen, dass es wohl Rempeleien, aber keine Hetzjagden gegeben habe. Leider drang ihre nüchterne und klare Berichterstattung nicht durch. Verkauft sich Wahrheit schlechter als Hetze und Falschmeldungen? Die Berichterstattung über Hetzjagden ist unverantwortlich und ein Tiefpunkt journalistischer Sorgfaltspflicht. Dieser Fall muss vor den Presserat.

Eine ganze Stadt wurde fälschlicherweise bundesweit rechter Umtriebe beschuldigt. Ich bin tief enttäuscht und erschrocken über diese Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.“